Wahlplakate hängen an den Wänden, Journalistinnen und Journalisten stellen kritische Fragen, Kamerateams führen Interviews und auf der Bühne werben Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten um jede einzelne Stimme. Was zunächst nach einer echten Wahl klingt, ist unser alljährliches Demokratieprojekt „WestWahl“.
Für mehrere Tage verwandelte sich die Schule in eine kleine demokratische Öffentlichkeit. Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs gründeten eigene Parteien, entwickelten Wahlprogramme, gestalteten Logos, Plakate und Flyer und warben um die Stimmen der Wahlberechtigten.
Vier Parteien gingen dabei ins Rennen: die FDZ (Für die Zukunft), die DBU (Designed by Us), die ZFB (Zukunft für Bildung) und die BOP (Bildungsordnungspartei).
Ein Höhepunkt des Projekts war die große Podiumsdiskussion. Vor zahlreichen Schülerinnen und Schülern stellten sich die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten den kritischen Fragen der Moderation. Dabei mussten sie ihre Ideen erklären, auf Nachfragen reagieren und ihre Positionen gegenüber den anderen Parteien vertreten.
Parallel berichteten die Gruppen „Presse“ und „Bildmedien“ über das Geschehen. Sie führten Interviews, veröffentlichten Berichte und sorgten dafür, dass die Wahlberechtigten der 9. und 10. Klassen stets über aktuelle Entwicklungen informiert waren. So entstand eine lebendige politische Debatte, bei der nicht nur Programme, sondern auch Argumente, Auftritte und Überzeugungskraft eine wichtige Rolle spielten.
Vor der Wahl erhielten alle Parteien noch einmal die Gelegenheit, in einer abschließenden Wahlrede um Stimmen zu werben. Anschließend öffnete das von der Wahlorganisation vorbereitete Wahlbüro. Dort wurden Wahlbenachrichtigungen kontrolliert, Stimmen abgegeben und später ausgezählt, ganz wie bei einer echten Wahl.
Insgesamt waren 128 Schülerinnen und Schüler wahlberechtigt. 89 Stimmen wurden abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 69,5 Prozent entspricht. Die meisten Stimmen erhielt die Partei ZFB (Zukunft für Bildung) mit 42,8 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgten die FDZ (25,8 Prozent), die BOP (16,7 Prozent) und die DBU (14,7 Prozent).
WestWahl zeigt jedes Jahr aufs Neue, dass Demokratie mehr ist als ein Thema im Unterricht. Wer politische Entscheidungen treffen will, muss sich informieren, diskutieren, überzeugen, zuhören und Verantwortung übernehmen. Genau das konnten die Schülerinnen und Schüler während des Projekts erleben und gestalten.
Bei WestWahl wird Demokratie nicht nur erklärt. Sie wird gelebt.
WestWahl 2026
Erstellt am Freitag, 29. Mai 2026